Hier finden Sie Informationen über die Firma DEKONTA, über unsere Aktionen sowie ein bisschen Hintergrundwissen.

Wer ist die DEKONTA wirklich?
Wir haben hier mehrere Tage lang die Behauptung aufgestellt, dass die e.on-Tochter DEKONTA, die die von uns abgelehnte Atomanlage in Sandstedt bauen will, verbunden sei mit einer gleichnamigen Firma, die eine unrühmliche Rolle bei der Sanierung des dioxin-verseuchten Hamburger Werksgeländes der ehemaligen Firma C. H. Boehringer Sohn (Ingelheim) spielt. Nach Angaben der Bremerhavener "Nordsee-Zeitung" vom 14. Juni 2008 wird dies von e.on und DEKONTA bestritten. Mehr dazu hier.

Fragen und Antworten
Der Ortsverband von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in der Samtgemeinde Hagen hat den Gemeinderäten von Sandstedt und der Samtgemeinde Hagen einen Fragenkatalog "zur Ansiedlung der Fa. DEKONTA in Sandstedt" übermittelt. Die Samtgemeinde hat zu diesem Katalog auf ihrer Webseite einige Antworten veröffentlicht. Eine Stellungnahme der GRÜNEN zu den teilweise unzureichenden Antworten liegt uns bislang leider nicht vor.

Kinder in besonderer Gefahr?
Die DEKONTA plant in Sandstedt zwar kein Atomkraftwerk, aber eine Anlage, in der radioaktiv belastetes Material behandelt und vielleicht auch (zwischen-)gelagert werden soll. Deshalb könnte auch dieser Artikel von Interesse sein:
Kleinkinder, die näher an deutschen Kernkraftwerken wohnen, erkranken häufiger an Krebs und an Leukämie als Kleinkinder, die weiter von Kernkraftwerken entfernt wohnen. Das ist das Ergebnis der so genannten "KiKK-Studie", die die Organisation "Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V." (IPPNW) vorgelegt hat. Im März 2008 hat die Zeitschrift WATERKANT darüber berichtet (PDF, 314 KB).

Kleine Wäsche, große Wäsche...
Die DEKONTA will in ihrer Sandstedter Anlage unter anderem strahlenbelastete Arbeitskleidung aus deutschen - möglicherweise später auch ausländischen? - Atomkraftwerken reinigen. Bislang haben die AKW allesamt eigene Anlagen für diesen Zweck, die DEKONTA begründet die Notwendigkeit der Sandstedter Investition daher vor allem mit stillgelegten Reaktoren, in denen ja auch solche Arbeitskleidung anfiele, aber keine "Wäscherei" mehr vorhanden sei. Warum nach Stilllegung eines Atommeilers die "Wäscherei" nicht als letzte Einrichtung geschlossen wird, erschließt sich uns ebenso wenig wie die Frage, ob DEKONTA vielleicht aus betriebswirtschaftlichem Kalkül die "Wasch"-Vorgänge zentralisieren will. Fest steht derzeit aber dieses: Ein Bericht der Wochenzeitung DIE ZEIT vom März dieses Jahres offenbart am Beispiel Krümmel, dass AKW-interne "Wäschereien" offensichtlich übergroß ausgelegt sind. Obwohl in Krümmel derzeit mehr als dreimal soviel Beschäftigte tätig sind wie im Normalbetrieb, müssen die Maschinen "nur" rund um die Uhr rotieren, von Engpässen ist keine Rede.