Wer ist die DEKONTA wirklich?

Wir haben hier mehrere Tage lang auf die Zeitschrift WATERKANT verwiesen, die in ihrer Ausgabe 2 / 1994 einen Beitrag über die (bis heute nicht abgeschlossene) Sanierung des dioxin-verseuchten Hamburger Werksgeländes der ehemaligen Firma C. H. Boehringer Sohn (Ingelheim) veröffentlicht hat. Darin spielte eine von Boehringer gegründete Firma namens DEKONTA eine unrühmliche Rolle, wie der Artikel aus der WATERKANT (PDF, 298 KB) deutlich belegt.
Auch in einem SPIEGEL-Artikel aus dem Jahre 1985 wird die im Boehringer-Fall aktive Firma DEKONTA erwähnt. Nach mündlichen Angaben von Hamburger Umweltschützern, die den "Fall Boehringer" aktiv vorangetrieben und begleitet haben, ist das von Gebäuden enträumte, aber nach wie vor verseuchte ehemalige Boehringer-Gelände heute von bis zu 40 Meter tiefen Spundwänden umgeben und mit einem Betondeckel verschlossen.

Unsere Behauptung, dass diese (Boehringer-)Firma DEKONTA mit der uns und unsere Zukunft derzeit bedrängenden gleichnamigen Firma etwas zu tun habe, können wir derzeit nicht aufrecht erhalten:

Der "Nordsee-Zeitung" liegt nach eigenen Angaben eine Stellungnahme der DEKONTA Gebäude- und Industriedienste GmbH (Amtsgericht München, HRB 69358) vor, in der diese jede Verbindung mit der eingangs genannten (Boehringer-)Firma DEKONTA als "nicht korrekt" bezeichnet. Laut "Nordsee-Zeitung"

- war die eine, in Hamburg aktive DEKONTA eine direkte Boehringer-Tochter mit Sitz in Mainz, gegründet 1984 und aus dem Handelsregister gelöscht im März 1999;

- ist die andere, in Sandstedt hoffentlich nie aktive (!) DEKONTA eine 1982 in München gegründete Firma mit zufälliger Namensgleichheit, die nach Jahren wechselnder Eigentümer seit 2005 eine hundertprozentige e.on-Tochter ist.
Wir können diese Angaben derzeit nicht detailliert überprüfen. Wir haben aber zunächst keinen Anlass, diese Angaben zu bezweifeln, weil wir nicht annehmen, dass die e.on-DEKONTA sich solch eine Blöße geben würde.
Für den Fall, dass die Angaben der "Nordsee-Zeitung" zutreffen, entschuldigen wir uns förmlich für die von uns zeitweise vorgenommene Verknüpfung der beiden gleichnamigen Firmen.
Wir betonen aber, dass diese Zurücknahme nichts an unserem Misstrauen gegenüber den Plänen der e.on-DEKONTA ändert.